Mobilität = Mobilität?

Mobilität = Mobilität?

Wenn du dich im öffentlichen Raum befindest, siehst du es ja selbst, wenn du nicht gerade in dein Smartphone schaust, um die Emails zu checken: Information, Unterhaltung und vor allem Kommunikation verlagern sich immer mehr in die Öffentlichkeit. Zuhause bräuchte eigentlich kein Mensch ein Smartphone, denn man kann ja so gut wie alles damit machen, aber die Vielseitigkeit geht eben sehr zu Lasten dessen, wofür man ein Telefon, das anno dazumal gebraucht hat, nämlich zum telefonieren. Damals hiess das natürlich noch telePHonieren.

Allzeit mit dem Netz verbunden – Gut oder schlecht?

Die Psychologen und Gesellschaftsforscher sagen natürlich, was sie sagen müssen: Das geht ja gar nicht.

Aber das sagen diese Experten ja andauernd, sobald die Menschheit ein neues Gadget erfunden hat. Schon damals beim Feuer und bei Rad haben Sie davor gewarnt, dass man sich daran ja verbrennen kann oder jemanden überrollt, wenn man vier davon nimmt und eine Karosserie darüber stülpt.

Lernprozess

Die Mobilität und das kontinuierliche Erreichbarsein mögen uns im Moment noch sehr zu schaffen machen. Mega-Stress bis hin zum Burnout sind ja nicht zuletzt Folgen der kompletten Reizüberflutung. Aber wir machen uns dieses Problem selbst. Schon sehr bald werden wir mit den Gegebenheiten umgehen wie es sein sollte: als Alltag, der dadurch erleichtert wird, nicht als Bürde oder sozialer Zwang.

Welt? Weites? Web? – Wo?

Welt? Weites? Web? – Wo?

Wir unterliegen in unserer westlichen Welt dem Irrtum, dass wir global vernetzt sind. Wir alle sind demnach miteinander verbunden, wenn wir das wollen. Wirklich?

Blödsinn, gerade mal die hälfte der Gesamtbevölkerung hat Internetzugang. Und zwar die so genannte 1. Welt. Der Rest weiß oft vielleicht nicht einmal was davon.

Das bedeutet vielerlei.

Die Welt ist kein Dorf

Mit Facebook ist es ja bei vielen Menschen so, dass sie glauben, wenn sie behaupten, sie würden es nicht benützen, oder allerhöchstens, um mit der Kindergartenfreundin, die nun in Australien lebt, kommunizieren zu können, seien sie irgendwie erhaben.

Ja, stimmt schon, die Welt ist zusammengerückt auf einen Mausklick. Die Grenzen von Zeit und Raum wurden mit dem Internet quasi ausgehebelt. Aber wenn die Freundin als Entwicklungshelferin nach Afrika gegangen wäre oder sonstwohin, wo der Fortschritt nicht rentabel scheint, könnte man sie leider nicht als Alibi fürs facebooken anführen.

Neue Leute kennenlernen ja, aber…

Eine wunderbare Sache am Internet ist die Tatsache, dass man nicht eingeschränkt ist auf die unmittelbare geographische Umgebung, wenn es darum geht, neue Kontakte zu knüpfen. Darum ist es auch ziemlich schade, dass es interessante und liebenswerte Menschen gibt, die wir bis auf weiteres ganz bestimmt nicht daten oder zum philosophieren einladen können

Und die Vermutung liegt nahe, dass es sich dabei oft um Vertreter der Spezies Mensch handelt, die uns viel über das natürliche Leben beibringen könnten.

 

Warum eigentlich noch Schule?

Warum eigentlich noch Schule?

Tagein Tagaus sehen wir seit vielen Jahrzehnten Kinder, in der psychischen und physischen Klaue des Schulsystems dahinvegetieren. Wer aber braucht noch eine Schule, um Wissen zu erlangen?

Die Lehrer höchstens.

Ad Absurdum

Das ist Latein und was es heisst, weiss jeder. Ich behaupte jetzt mal folgendes: Was sich ein Mensch an Wissen in 8, 12 oder mehr Jahren eintrichtern lassen muss, kann er locker und viel bequemer mit Hilfe des Internets in einem halben Jahr erlernen. Und zwar ohne den Ballast, den man ohnedies nie benötigt wie etwa Latein. Aber ok, man geht einen anderen Weg.

Ipads statt Laptops statt Schulheften?

Eine Entwicklung, die völlig bescheuert ist, wurde natürlich in den USA geboren.

Da sah man dann plötzlich Schulklassen, die mit einem Tablet, wenn ich mich recht entsinne, einem iPad, gewerkelt haben.

Ernsthaft?

Nichts gegen Tablets. Sie sind für gewisse Dinge wirklich die beste Endgerätelösung, aber wohl kaum für Schüler, die damit dann „arbeiten“ sollen. Jeder, der selbst ein Tablet verwendet, wird wissen, was ich meine: Es ist zu schwer und komplett unergonomisch für langes, intensives Arbeiten.

Das Tablet wird ausserdem ja nur zusätzlich in den Unterricht integriert, damit zum Wirbelsäulenschaden durch die Schulranzen auch noch die Genickstarre vom hinunterschauen auf den Bildschirm kommt. Wenn schon denn schon.

Ist Wikipedia wirklich das neue Weltlexikon

Ist Wikipedia wirklich das neue Weltlexikon

Was machst du, wenn du etwas wissen willst?

Du klickst dich hin zu Wikipedia. Dort steht ja alles, was man wissen muss oder kann.

Nun, ganz so einfach ist es nicht. Es kommt auf den Grad der Harmlosigkeit deiner Wissbegier an. Es gelten in Wikipedia die Dogmen der westlichen Gesellschaft. Es ist also eine klar gesteuerte Enzyklopädie. Beispielsweise wird dort ganz sicher nirgendwo stehen dürfen, dass Alternativ-Medizin irgendjemanden heilen kann. Wenn das ein Schamane oder ein Buddhist liest, streckt er sicher wütent seine Faust gen Himmel und stößt ausnahmsweise böse Worte aus.

Was nicht sein darf, das ist auch nicht

Wenn du dich für den Prominenten X interessierst, wirst du auf Wikipedia gewiss alles erfahren. Gar kein Problem. Auch die gängige wissenschaftliche Sicht der Welt ist 100% abrufbar. Aber weißt du, wer ziemlich sicher nicht dort auffindbar ist?

Genau: DU!

Mach dich zu Allgemeinbildungswissen

Da auf Wikipedia grundsätzlich jeder einen Beitrag beisteuern darf, kannst das natürlich auch du tun. Gerne auch über dich selbst. Warum sollte die Menschheit nicht erfahren, wer du bist und was du so machst?!

Die Antwort ist einfach: Es wird dir nicht gestattet sein, einen Artikel über dich zu veröffentlichen. Denn 2 der Grundsätze bei Wikipedia sind folgende:

  1. Es muss sich um ein allgemein relevantes Thema handeln oder eine allegmein bekannte Person
  2. Es muss die allgemein akzeptierte Wahrheit über das Thema oder die Person sein.

Eher unwahrscheinlich, dass du und ich dort Aufnahme in die Analen finden. Außer wir werden schnell berühmt oder wenigstens berüchtigt.

Dark Net & Deep Web

Dark Net & Deep Web

Was doch recht viele Menschen noch immer nicht wissen: Das Internet, so wie wir es verwenden, ist gerade mal das Zipfelchen vom berühmten Eisberg. Aus dem Wasser ragen nur die üblichen Verdächtigen.

Homepages, also Websiten von Menschen, Firmen und Institutionen, die sich dort präsentieren, also quasi die virtuelle Heimat ihrer realen Existenz dort haben, Social Media Seiten etc.

Aber es gibt dann noch das eigentliche, halbwegs ursprüngliche Netz. Das Deep Web.

Die dunkle Seite des WWW?

Wie auch bei den Begriffen Internet und WWW, werden Dark Net und Deep Web gerne vereinheitlicht. Ist auch nicht weiter schlimm. Aber der Form halber sei eben klar gestellt, dass das Dark Net eher noch „tiefer“ als das Deep Webs ist, welches sich, vereinfacht ausgedrückt, aus allen nicht indexierten Seiten zusammensetzt.

Viel Gruseliges hört man über das Dark Net. Waffen könne man dort kaufen, Drogen, Auftragskiller und vieles mehr. Und gewiss gibt es dort wirklich eine Szene, der man lieber nicht angehören sollte. Illegalitäten kann man nicht einfach so aus der Welt räumen.

Dafür aber kann man sich halbwegs sicher sein, dass man nicht ausspioniert wird, was ja im Grunde ebenfalls illegal ist, zumindest, wenn man nach ethischen Grundsätzen geht.

Schütze Deine Privatsphäre

Das Deep Web schreckt viele User ab, weil es eben unübersichtlich und schwer zu verstehen ist. Es gibt da nunmal kein Google, an das wir uns aus Bequemlichkeitsgründen schon so gewöhnt haben. Es gibt allerdings eben auch keine Datenspuren, die man hinterlässt und wir wissen ja, dass das Internet niemals vergisst. Also zumindest das obere 7tel des Eisbergs.

Der Tor-Brower, mit dem man ins Deep Web gelangt, ist problemlos herunter zu laden und zu installieren. Man muss ihn halt dann auch benutzen, wenn man möchte, dass nicht jede Institution, die die Möglichkeit dazu hat, das eigene Internetverhalten nachvollziehen, sammeln, speichern und natürlich auch verwenden kann.