Kannst du es auch schon nicht mehr hören, wenn du dich auf Youtube herumtreibst und ein Video bis zum Ende ansiehst, zum Beispiel weil du dich für die Schminktipps einer begnadeten, jungen deutschen Sängerin interessierst oder dafür, wie man diese verdammten Strandmuscheln wieder zusammenklappen kann ohne ein spontanes Tourette-Syndrom zu generieren?

Der User als Zünglein an der Waage

Die Lebenszeit des Menschen ist endlich. Der Kampf um jede Sekunde, die ein User dir opfert, um deine Inhalte zu konsumieren, ist hart.

Darum enden gefühlte 90% der Youtube-Videos von Leuten, die davon auch leben wollen, mit: 

  • „Wenn es dir gefallen hat: 
  • Lassmirnaboda. 
  • Gibmirndaumenhoch. 
  • Likedasvideo.“
  • Manche flehen geradezu. 
  • Natürlich nervt sowas.

Man könnte sich sich jetzt fragen, ob die Betreiber dieser Kanäle die User wirklich für so unselbstständig halten, dass die das nicht selbst entscheiden können. Wahrscheinlich liegt es eben daran, dass man auf Youtube auch den Daumen runter tun kann. Wie ein Cäsar im Kolosseum, wenn der Gladiator beim Beef gegen die Löwen und Büffel abstinkt. 

Es gibt für den User also eine Wahlmöglichkeit und das ist ziemlich riskant für die Content-Produzenten. 

Ein Berg aus Zucker und Eitel-Wonne

Wie anders ist da doch Facebook. Bei Mark Zuckerberg gibt es keine Zweifel. Es gibt nur Liebe, also nur ein LIKE, kein DISLIKE. Nur Friends, keine Enemies. Vor allem natürlich gibt es Selbstliebe, denn nirgendwo sonst kann man sich besser in Szene setzen als dort, wo keiner großartig irgendwas in Frage stellt. 

Man schaut ja nimmer in den Spiegel, wenn man sich sehen will, man fotografiert den Speigel, läd das Bild auf Instagramm oder eben Facebook und dort kann man sich ja immer noch bewundern und bewundern lassen.

Und genau darauf kommt es im Leben ja auch an. Frag mal nach bei den Weisheitslehrern und Kosmik-Gurus. Jeder wird dir versichern, dass nichts läuft ohne ein gesundes Ich-Bewusstsein.

Facebook, ein Ort wie im wirklichen Leben. Mark Zuckerberg hat es begriffen.