Die Welt ist lustig und zum Schießen komisch. Zumindest, wenn man nach den Abkürzungen geht, die man so in der herkömmlichen Kommunikation benutzt.

LOL, ROFL, LMAO und Co. sind aus der Schriftkommunikation einfach nicht mehr wegzudenken. Es ja schon mehr geROFLt als sonstwas. Niemand würe schreiben: „Du, Gustav, deine Worte haben mich jetzt sehr amüsiert. Ich musste herzlich lachen.“

LOL – Das geht schnell und jeder weiß, was gemeint ist.

Die Gefahr dabei ist allerdings, dass man sich dazu hinreissen lässt, Emotionen zu vermitteln, die einfach gar nicht stimmen.

So wie die Dame an der Strippe eines Telefonsexhotline-Anbieters, die vorgibt, vor Erregung zu vergehen, während sie in Wahrheit eine Zipfelmütze für das Enkerl strickt.

Und zumindest als echter Bayer könnte man ganz spontan auf die Idee kommen, dass LMAO was ganz anderes bedeutet.

Schreiben ja, sprechen nein

Es war ein sonniger Herbsttag im Jahre 2015, den ich mir nachher rot im Kalender markierte und dazu schrieb ich: Also jetzt steht die Welt echt nimmer lang.

Das war nämlich, als ich eine erwachsene Frau ohne von außen erkennbaren geistigen Entwicklungsrückstand in einem privaten Gespräch Folgendes auf eine Alltagsgeschichte ihrer Bekannten erwidern hörte und zwar, ohne einen Muskel des Gesichts zu verziehen: Sie lachte nicht, sie sagte bloss ROTFL.